Umkehrosmoseanlage Störung Fehlermeldung

Eine Industrie Umkehrosmoseanlage Störung mit oder ohne Fehlermeldung hat regelmäßig typische Ursachen, wie zum Beispiel Druckmangel und Salzmangel, für die Dauer der Störung wird regelmäßig kein VE Wasser hergestellt.

Die häufigste Störung an einer Umkehrosmoseanlage mit vorgeschalteter Enthärtungsanlage zum Austausch von im Stadtwasser enthaltenen Calcium und Magnesium gegen Natrium, ist regelmäßig, dass vergessen wurde das notwendige Salz für die Enthärtungsanlage aufzufüllen. Es ist auch möglich, dass das Harz zu spät eingefüllt würde. Rechnen Sie damit, dass nach dem Einfüllen des Salzes in den Salzlösebehälter einer Enthärtung wenigstens eine Zeit von 6 Stunden vergehen sollten bis eine Regeneration der Enthärtungsanlage ausgelöst wird. Solange dauert es in etwa, bis eine gesättigte Salzlösung entsteht die für die Ionenaustauscher Regeneration des stark sauren Kationenaustauschers in der Enthärtungsanlage erforderlich ist. Ohne die entsprechende Salzsole regeneriert die Enthärtungsanlage vermeintlich, ist jedoch nicht regeneriert. Sofern die Enthärtungsanlage in diesem Fall also kein enthärtetes Wasser liefert, also der Ionenaustauscher überfahren ist, kommt ein sog. Hartwasser (also noch mit den Härtebildnern Calcium und Magnesium enthalten) auf die Membranen der Umkehrosmoseanlage und die Membranen werden häufig dauerhaft geschädigt. Eine Membranreinigung ist regelmäßig nur in großen Anlagen mit mehr als 3000 l/h sinnvoll. Um dieses Schadensbild zu verhindern, ist Umkehrosmoseanlagen häufig eine Härteüberwachung vorgeschaltet, z.B. in Form eines Limitron. Der Limitron ist ein kleines prall gefülltes Harzsäckchen, dass bei Kontakt mit Hartwasser sein Volumen verkleinert und in sich zusammenfällt und dadurch einen Reed-Kontakt auslösen. Sollte der Limitron in sich zusammengefallen sein, kann dieser in einem Glas Salzsole aus dem Salzlösebehälter der Enthärtungsanlage (oder aus der Kantine) über Nacht regeneriert werden. Er darf anschließend nur mit enthärtetem oder VE-Wasser gespült werden und kann anschließend in der Industrie Umkehrosmoseanlage wieder verwendet werden.

Eine weitere häufige Störung bzw. Fehlermeldung ist Druckmangel an der Industrie Umkehrosmoseanlage. Die Umkehrosmoseanlage enthält als wesentlichen Bestandteil eine Hochdruckpumpe die auf einen Vordruck von mindestens 2 bar angewiesen ist um diesen auf regelmäßig 14 bar zu erhöhen. Vor der Hochdruckpumpe sind häufig ein Vorfilter, die Enthärtungsanlage (bzw. eine Antiscalantdosiereinrichtung) und ein Feinfilter verbaut. Vor der Hochdruckpumpe der Umkehrosmoseanlage kann es zu einem Druckverlust von bis zu 2 bar kommen. Es ist daher ein Mindestdruck von dauerhaft 4 bar aus dem Stadtwassernetz erforderlich. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dieser Druck von den Wasserversorgern quasi in keinem Fall garantiert werden kann, jedoch in aller Regel aber dennoch vorliegt, sofern keine weiteren Abnehmer an dem Stadtwasserzugang des konkreten Betreibers hängen. Sofern der Vordruck also gegeben ist, ist zunächst ein Filterwechsel erforderlich um den Gegendruck an dieser Stellen gering zu halten. Das Problem behebt sich damit von selbst, wenn der Druck wieder anliegt. Sofern zuviel Abnahme an diesem Zulaufwasserstrang liegt, ist auch der Einsatz eines Vorsammelbehälters möglich.

Sofern die Fehlermeldung an der Industrie Umkehrosmoseanlage ein erhöhter Leitwert nach der Umkehrosmoseanlage ist, kann dies z.B. an verschlissenen Membranen liegen oder dass diese nicht richtig eingebaut sind und eine interne Undichtigkeit zwischen Permeat (dem „guten“ Wasser) und Konzentrat (dem aufkonzentrierten „schlechten“ Wasser). Sofern die Membranen selbst getauscht werden ist darauf zu achten, dass die Membranen nur mit äußerster Vorsicht behandelt werden, da die äußere Polyethersulfonschicht nur etwa 120 µm stark ist und leicht beschädigt werden kann.

Gänzlich ohne Fehlermeldung ist die Bildung von Biologie an der Anlage. Speziell an Anlagen, die nicht kontinuierlich betrieben werden, sondern auch Stillstandszeiten aufweisen kann es zur Bildung von Biologie kommen. Die Biologie ist regelmäßig als grüner Film im Schauglas einfach erkennbar. Eine UV Einstrahlung und/oder hohe Temperatur am Aufstellort beschleunigt das Problem.

Hinsichtlich des Konzentrats einer Industrie Umkehrosmoseanlage ist bei der Indirekteinleitung in die kommunale Kanalisation aufgrund der Aufkonzentration des Stadtwassers bereits bei der Planung zu berücksichtigen, dass es bei der Einleitung von Konzentrat für die meisten Parameter eine Freigrenze von 10 m³/Woche genehmigungsfrei gibt, manche Parameter jedoch auch unterhalb dieser Grenze eingehalten werden müssen.

Im Rahmen einer Wartung können die typischen und auch speziellen Probleme einer Umkehrosmoseanlage regelmäßig vor einer Störung erkannt und beseitigt werden.

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