Decker Verfahrenstechnik GmbH

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Moderne Abwassertechnologie

Bericht über die Firma Decker Verfahrenstechnik GmbH in Berg/Opf.
Aus: Galvanotechnik - 89 (1998) Nr. 4 - D-88348 Saulgau

Das Unternehmen
Produkte und Dienstleistungen
Zukünftige Entwicklungen

Zieht man die Leitgedanken der Kreislaufschließung für die Oberflächenbearbeitung von Metallen unter Anwendung von wäßrigen Lösungen heran, so sind diejenigen Verfahren optimal, die eine Trennung von Metall und Wasser unter Zurückführung der getrennten Stoffe in den Kreislauf ermöglichen. Erfüllt wird diese Vorstellung u.a. von Ionenaustauschern, die bereits seit längerer Zeit nahezu zum Standart in der metallverarbeitenden Industrie gehören. Zu den innovativen Anbietern der Ionenaustauschertechnik gehört die Firma Decker Verfahrenstechnik GmbH, die im vergangenen Jahr ihr 10jähriges Bestehen feiern konnte.

Das Unternehmen

Im Jahre 1987 beschlossen Reinhard Naujoks und Erwin Fischer die damals noch junge Technologie der selektiven Reinigung von wässrigen Lösungen durch Ionenaustausch, die u.a. bei der Dornier Systems in Friedrichshafen zu einem anwendungsreifen Verfahren entwickelt worden war, in einem eigenen Unternehmen zu vermarkten. Bei der Suche nach einem Standort kam ihnen das Angebot der Firma Decker GmbH & Co. KG, Berg i.d.Opf., als stiller Teilhaber mit den entsprechenden Räumlichkeiten in deren Neubau entgegen. Des weiteren stellte die Peripherie mit verschiedenen Fertigungsbereichen und Werkstätten, sowie die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit dem Bereich Anlagenbau des Decker-Firmenverbundes eine ausgezeichnete Startmöglichkeit für ein junges Unternehmen dar. Von Anfang an umfasste die Firmenphilosophie der Gründer nicht nur die Erstellung und den Vertrieb von Ionenaustauscheranlagen, sondern auch den Betrieb einer eigenen Abwasseranlage zur Aufbereitung von Ionenaustauscherharzen als Dienstleistung für den Kunden. So war die Erstellung einer Abwasseranlage zur Aufbereitung mit dem Beginn der Unternehmensgeschichte verbunden. Der Service, neben der Einrichtung einer Ionenaustauscheranlage auch die Regeneration der Harze durchzuführen wurde von den Kunden gerne angenommen. Etwa ¾ der Decker-Kunden nehmen den Service in Anspruch, bevorzugt Unternehmen, für die die Errichtung einer eigenen Abwasserbehandlung nicht sinnvoll oder realisierbar ist, oder für Unternehmen, für die die Realisierung von Teilströmen bei Spül- und Abwässern problematisch ist.

Die Verbindung zum stillen Teilhaber Gebr. Decker GmbH & Co. KG verhalf in der Anfangsphase zu Kundenkontakten und ermöglichte es, die Aufträge schnell und gründlich ausführen zu können. So wurde 1989 die erste große Anlage für die Druckerei Maul & Belser, Nürnberg, geplant. Die Decker Verfahrenstechnik wuchs rasch und 1991 konnten im erweiterten Gebäude der Gebr. Decker ca. 1000m² Betriebsfläche angemietet werden.

Die innovativen Gedanken der Firmengründer wurden in einem Ende 1994 abgeschlossenen Forschungsvorhaben gefestigt. Hierin wurde die Reduzierung belasteter Abwässer aus chemischen und elektrolytischen Behandlungsbädern und die Entwicklung eines Verfahrens zum Wertstoffrecycling beschrieben. Anhand eines modular aufgebauten Austauschersystems konnte gezeigt werden, dass sich die Menge an Regenerierchemikalien stark verringern lässt. Positiv war die Erzeugung von Monoschlämmen bewertet worden, wobei allerdings eine externe Verwertung zur Erzielung sinnvoller Mengen anzustreben ist.

Bis zum 1. Oktober 1997, dem Datum des 10jährigen Jubiläums ist die Firma auf 12 feste Mitarbeiter angewachsen. Mit diesen wird neben der Regenerationsanlage ein Anlagenbau und ein Betriebslabor betrieben. Die Planung der Anlagen und Akquisition wird von den beide Geschäftsführern des Unternehmens R. Naujoks und E. Fischer ausgeführt. Die gute Geschäftslage machte es möglich, im Jubiläumsjahr die Anteile des stillen Teilhabers zurückzukaufen.

Produkte und Dienstleitungen

Anlass für die Firmengründung war, den Einsatz von Ionenaustauschern in den verschiedensten technischen Bereichen zu verstärken. Dies ist nach wie vor das Hauptanliegen der Geschäftsführung. Für die Realisierung muss jedoch prinzipiell auf die Belange und Möglichkeiten des Kunden eingegangen werden. Nach einer gründlichen Analyse vor Ort über die anfallenden Abwasser- und Abfallarten und die bestehenden Entsorgungsverfahren wird zunächst geprüft, inwieweit eine Reduzierung von Abwasser und Abfall oder eine Verbesserung der Aufarbeitungsmöglichkeiten in Frage kommt. Meist steht eine Minimierung der anfallenden Spülwässer aus nasschemischen Prozessen im Vordergrund, aber auch eine Betrachtung der Elektrolyte wird nicht außer acht gelassen. Ist der Einsatz von Ionenaustauschern empfehlenswert, erfolgt die Zusammenstellung der am besten geeigneten Harze. Soweit nicht auf bereits bewährte Typen zurückgegriffen werden kann, wird im hauseigenen Betriebslabor die bestmögliche Variante ermittelt. Hier steht das Unternehmen in engem Kontakt zu zahlreichen bekannten Herstellern von Harzen.

Zur Vervollständigung der Anforderungen an die Abwasseraufarbeitung bietet die Decker Verfahrenstechnik selbstverständlich auch die notwendigen Techniken und Anlagen zur Neutralisation, Oxidation, Reduktion, Filtration, Schlammbehandlung oder Elektrolyse an. Die Anlagen werden im eigenen Hause hergestellt bzw. -soweit Komponenten bezogen werden - an- und eingepasst. Die Arbeiten mit Ionenaustauschern beinhalten jedoch nicht nur die Aufarbeitung von Abwasser, sondern auch die Herstellung von Rein- und Reinstwasser bzw. den Aufbau von Kreislaufanlagen.

Als Dienstleister tritt die Decker Verfahrenstechnik einerseits durch einen externen Regenerationsservice für IAT-Harze auf. Hierfür steht in Berg eine moderne Regenerations- und Abwasserbehandlungsanlage bereit. Darüber hinaus kann auf Wunsch auch eine laufende Betreuung des Kunden vereinbart werden, wodurch Veränderungen, die Einfluss auf die Abwassertechnik und Abfallbehandlung nehmen können, schnell erkannt werden. Ebenso kann bei Änderung der Verfahren in einer Produktion schnell auf daraus resultierende Veränderungen beim Abwasser reagiert werden. Zum anderen führt die Firma Decker unabhängige Beratungen, Planungen und Genehmigungsverfahren im weiten Umfeld der Wasser- und Abwassertechnik durch. Sowohl bei der Inbetriebnahme als auch in regelmäßigen Intervallen werden die verantwortlichen Mitarbeiter in den Unternehmen durch Schulungen vor Ort auf den neusten Stand gebracht.

Die Kunden der Decker Verfahrenstechnik sind im gesamten Bereich der metallverarbeitenden Industrie zu finden. Die meisten Kunden der letzten Jahre sind den Bereichen Fertigung von gedruckten Schaltungen, Schmuckherstellung und Anodisieren von Aluminium sowie Lohn- und Betriebsgalvanisierung zuzurechnen. Dabei führten die qualitativ hochstehenden Produkte und Dienstleistungen und die ansprechenden Kunden-Lieferanten-Beziehungen dazu, dass oftmals innerhalb einer Branche das Unternehmen weiterempfohlen wurde. So konnte in der Region Oberpfalz eine große Zahl von Knopfherstellern aufgrund der positiven Betriebserfahrung in kurzer Zeit mit entsprechenden Einrichtungen zur Aufarbeitung von metallhaltigen Abwässern ausgerüstet werden.

Zukünftige Entwicklung

Nach Ansicht der beiden Geschäftsführer R. Naujoks und E. Fischer ist die Verwendung von Ionenaustauschern vor allem für kleinere Unternehmen zur Realisierung der externen Abwasserbehandlung bestens geeignet. Die beladenen Austauscher können gefahrlos gesammelt und transportiert werden. Zudem ist bei korrekter Einbindung und Wasserführung die Effizienz sehr gut. So lässt sich auch mit relativ geringen Kosten ein äußerst positiver Effekt für den Umweltschutz erzielen. Das Unternehmen strebt in diesem Bereich eine Expansion nach Ost- und Nordeuropa an, wobei auch an die Errichtung von entsprechenden Aufarbeitungszentren gedacht wird, soweit die erforderlichen Mengen an aufzuarbeitenden Harzen dies rechtfertigen.

Seit kurzem arbeitet das Unternehmen auch mit gutem Erfolg an der Metallrückgewinnung aus Abwässern mit Elektrolysezellen. So eignen sich Elektrolysezellen mit speziellen Schaumstoffelektroden zur Aufarbeitung von Edelmetallen, chemisch Nickel und chemisch Kupfer sowie der Zerstörung von Problemstoffen.

Mit Unterstützung ihres guten Teams und durch die innovative und engagierte Arbeitsweise sehen R. Naujoks und E. Fischer auch einer schwerer werdenden Zeit gelassen entgegen und wissen den Bestand ihres Unternehmens in den nächsten Jahren gesichert. -hk-
 

 

Decker Verfahrenstechnik GmbH
Am Röthenbühl 7, 92348 Berg/Opf., Web: http://www.decker-vt.de E-Mail: info@decker-vt.de
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